Glas
Das Verbundglas ist ein wichtiger Bestandteil der Fenster. Von seinen Parametern hängt ab, ob das Fensterglas seine Funktionen wie Wärmedämmung, Sonnenlichtschutz, Lärmschutz oder Sicherheit erfüllt.
Nachstehend präsentieren wir Ihnen die Informationen über die Eigenschaften von modernem Verbundglas.
Reduzierung der Wärmeverluste
Der Wärmedurchgangskoeffizient des zum ersten Mal im Bauwesen am Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts eingesetzten Verbundglases betrug etwa 3W/m2K. Dies bedeutet, dass die Wärme von 3 Watt durch 1 Quadratmeter des Glases bei Unterschied zwischen der Raum- und Umgebungstemperatur von 1K aus dem Raum verloren ging. So große Wärmeverluste bedurften intensiver und kostenaufwendiger Nachbeheizung des Gebäudes, insbesondere in unserer Klimazone. Die vor kurzem durchgeführten Prüfungen zeigten, dass fast 80% der CO2-Emission aus der Energieindustrie und Wärmeerzeugung stammen. Fast 40% der erzeugten Energie werden beim Betrieb der Gebäude (Beheizung, Lüftung, Beleuchtung) genutzt. Die Reduzierung der Wärmeverluste durch die Außenwände (Fassaden) soll deshalb im Vordergrund stehen.
Mit dem modernen Verbundglas wird dieses Problem völlig gelöst. Das Verbundglas reduziert den Energieverbrauch für die Beleuchtung der Gebäude. Glas als transparentes Material liefert natürliches Licht in den Innenraum, ohne dass irgendwelche Kosten dabei entstehen. Das im vorigen Kapitel beschriebene Sonnenschutzglas mit selektiven Schichten verhindert wirksam die Überhitzung der Räume und reduziert zugleich den Energieverbrauch für die leistungsstarken Lüftungssysteme. Der technische und technologische Fortschritt erlaubt, die weiteren emissionsarmen Schichten für das bereits erwähnte Fassadenglas einzusetzen. Daher können heute die Systeme hergestellt werden, bei denen der Wärmedurchgangskoeffizient von 3W/m2K auf 0,42W/m2K reduziert wurde.
Lärmschutz
Der Lärmschutz bedeutet den Kampf gegen die übermäßige Schallstärke, die auf das menschliche Ohr sehr negativ auswirkt. Das menschliche Ohr kann man mit einem fortgeschrittenen elektromechanischen Wandler vergleichen. Die mechanische Störung -Schallwelle wird durch das menschliche Ohr registriert, verstärkt, in elektrisches Signal umgewandelt und durch das menschliche Gehirn entsprechend analysiert. Egal wie dieser „Wandler“ ausgebildet ist, ist er jedoch nicht perfekt. Das menschliche Ohr ist sehr empfindlich gegen die Tonfrequenzen aus dem Bereich 1000 – 5 000 Hz, während die Geräusche mit einer niedrigen Frequenz nur schwach hörbar sind. Dieses Merkmal wurde bei der Entwicklung vom Lärmschutzglas berücksichtigt. Jede Trennwand bildet ein Hindernis für die zusammengesetzte Schallwelle. Es besteht aber solche Tonfrequenz, die durch eine Trennwand nicht wirksam gedämmt werden kann (Materialmerkmal, Koinzidenzfrequenz). Für das etwa 4 mm dicke Einzelglas beträgt diese Frequenz 3 250 Hz. Aber für das 8 mm dicke Glas beträgt sie 1 575 Hz und für das 25 mm dicke Glas beträgt die Koinzidenzfrequenz nur 512 Hz. Grundsätzlich gilt: Je dicker, desto besser. Mit der Erhöhung der Stärke (Masse) von Glas sinkt die Frequenz, die durch die Barriere frei durchdringen kann. Die niedrigere Frequenz ist durch das menschliche Ohr nur schwach hörbar. Der subjektiv ausgewertete Lärmpegel sinkt.
Dickes, asymmetrisches Verbundglas selbst erweist sich manchmal als unzureichend. In der Umgebung mit einer hohen Schallstärke muss oft das Verbundsicherheitsglas eingesetzt werden, das aus mehrschichtigen Akustikfolien hergestellt wird. Dieses Glas ist dicker und senkt die Frequenz der durch eine Barriere durchdringenden Geräusche auf natürliche Weise. Die PVB-Folie, die zwischen den laminierten Glastafeln angebracht ist, wirkt wie ein Wandler, der die mechanische Störung in die Wärme umwandelt.
Sonnenlichtschutz
Die Sonnenstrahlen werden mit einem sehr breiten Wellenstrom mit der unterschiedlichen Länge transportiert und bringen die Energie mit sich. Die durchdringende Energie wird durch die Wände und Gegenstände im Innenraum absorbiert. Die auf solche Art und Weise erwärmten Wände und Gegenstände beginnen die kumulierte Energie auszustrahlen. Diese Strahlung erfolgt im Bereich der erheblich längeren Wellen von etwa 5 μm, wobei Glas eine unüberschreitbare Barriere darstellt. Die Energie wird im Innenraum „gefesselt“, was zur Überhitzung des Raumes => Treibhauseffekt führt. Diese Erscheinung erfordert die Montage der leistungsstarken Lüftungssysteme und dies steigert erheblich die Betriebskosten.
Das Sonnenschutzglas hat die Aufgabe, die Menge der durch die Wände durchdringenden Sonnenenergie zu reduzieren. Dieser Prozess muss aber konzeptionell abgesichert sein und überwacht werden. Das moderne Sonnenschutzglas mit den selektiven Schichten macht dies möglich. Dank der speziellen Zusammensetzung der mehrlagig aufgetragenen Schichten im Vakuumbedampfungsverfahren werden mehrere Wellen im Bereich 0,38-0,78 μm eingelassen (sichtbarer Teil - Licht), während die Hochenergie-Fraktionen aus dem Infrarotbereich durch das Glas wirksam blockiert werden. Somit wird die Überhitzung der Räume verhindert, wobei die Räume zugleich beleuchtet werden können.
Selbsreinigendes Glas
Zu negativen Auswirkungen der industriellen Entwicklung wird die Umweltverschmutzung gezählt. Dies kommt besonders in industriellen Gebieten mit dem großen Straßenverkehr zum Vorschein. Die Schmutzpartikeln sammeln sich u.a. an den Fassaden an. Dabei entsteht das Problem der Wartung und Reinigung von Fassaden. Einerseits haben diese Reinigungsmaßnahmen weitere Verschmutzungen (verwendete Reinigungsmittel) zur Folge, andererseits steigen die mit dem Betrieb verglaster Hochgebäude zusammenhängenden Kosten
Das moderne Fassadenglas bietet hier eine günstige Alternative. Es kann mit einer beständigen Schicht SGG Biclean ausgestattet werden, wodurch das Fassadenglas selbstreinigende Eigenschaften aufweist. Durch die Auftragung der Titandioxidschicht auf die äußere Glasoberfläche im Pyrolyseverfahren werden dem Fassadenglas photokatalytische und hydrophile Eigenschaften verliehen.
Dank der photokatalytischen Eigenschaften werden die sich an der Glasoberfläche ansammelnden organischen Verschmutzungen infolge der UV-Strahlung abgebaut und die mineralischen Verschmutzungen verlieren ihre Haftfähigkeit. Die durch die Titanoxidschicht verliehenen hydrophilen Eigenschaften „schwächen” die Verschmutzungen” ab, so dass diese durch die Niederschläge sehr leicht von der Glasoberfläche abgewaschen werden können.
- Przewodnik_po_szybach.pdf (Fensterglas - Handbuch)(pdf 501.2 kB)
- Okna_bez_wilgoci_GLASPOL.pdf (GLASPOL-Fenster ohne Feuchte) (pdf 434.08 kB)
- CLIMAPLUS_4S.pdf (pdf 578.99 kB)
- BEZPIECZENSTWO.pdf (SICHERHEIT) (pdf 517.22 kB)
- Ochrona akustyczna.pdf (Lärmschutz) (pdf 1.4 MB)
- SZKŁO_SAMOCZYSZCZACE.pdf (Selbstreinigendes Glas) (pdf 516.54 kB)
- PLANITHERM_N.pdf (pdf 590.46 kB)
- Szyby_do_okien.pdf (Fensterglas) (pdf 1.12 MB)
- Szyby-dwukomorowe-CLIMATOP-prezentacja.pdf (2-Kammerglas CLIMATOP – Präsentation) (pdf 501.2 kB)